Wildtiere

Marder    Bisam    Waschbär     Biber

Maßnahmen gegen Schläfer (Bilche, Schlafmäuse)

Siebenschläfer evania Schädlingsbekämpfung

Fangen, Umsiedeln, Vergrämen und Töten?

ACHTUNG:

Alle Schläfer gelten nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bzw. nach der Artenschutzverordnung (ArtSchV) als besonders geschützt.

Sofern Sie irgendwelche Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen im Zusammenhang mit Schläfern durchführen wollen, müssen Sie dieses zunächst immer mit der zuständigen Behörde abklären und gegebenenfalls eine Ausnahmegenehmigung beantragen.

In der Regel werden die zuständigen Behörden (Naturschutzbehörden) nur einen Lebendfang mit anschließender Umsiedelung genehmigen.

Wenn ein Fang mit anschließender Umsiedlung nicht möglich ist, kann auch Töten der Tiere beantragt werden. Falls Sie eine Ausnahmegenehmigung erhalten, müssen Sie zum Töten eine tierschutzgerechte Methode auswählen. Die Maßnahme darf nur von einer Person durchgeführt werden, die den Sachkundenachweis zum tierschutzgerechten Töten von Wirbeltieren (§ 4 Tierschutzgesetz) besitzt.

Auch beim Einsatz eines Vergrämungsmittels (z.B. eines Bitterstoffes, der in die Aufenthaltsbereiche der Tiere im Haus gestäubt wird) muss zunächst eine Genehmigung beantragt werden. War die Maßnahme erfolgreich, muss direkt im Anschluss dafür gesorgt werden, dass sämtliche Eintrittsstellen der Tiere in das Gebäude dauerhaft verschlossen werden. Damit wird verhindert, dass sich in diesem Bereich erneut Schläfer ansiedeln.

Die rechtliche Lage Gesetze und Vorschriften, die beim Umgang mit Schläfern besonders zu beachten sind:

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB)

In Paragraph 958 Abs. 1 BGB (Erwerb und Verlust des Eigentums an beweglichen Sachen) wird das Fangen und Aneignen der gefangenen Tiere mit Ausnahmen gestattet. Es heißt dort: „Wer eine herrenlose bewegliche Sache in Eigentum nimmt, erwirbt das Eigentum an der Sache“. Eine Einschränkung erfolgt in Absatz 2: „Das Eigentum wird nicht erworben, wenn die Aneignung gesetzlich verboten ist oder wenn durch die Besitzergreifung das Aneignungsrecht eines anderen verletzt wird.“ Diese Verbote werden unter anderem in den folgenden Gesetzen geregelt:

Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV)

Das Gesetz unterscheidet zwischen dem allgemeinen Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen und dem besonderen Schutz. Welche Tiere in welche Kategorie fallen, kann aus dem Anhang 1 der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) ersehen werden, in der alle besonders geschützten Tier- und Pflanzenarten aufgeführt sind.

Alle Schläfer unterliegen dem besonderen Schutz

Im BNatSchG (§44) heißt es:

(1) Es ist verboten
1. wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,

2. wild lebende Tiere der streng geschützten Arten (...) während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert,

3. Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere der besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,

Das Tierschutzgesetz

Sollten Sie eine Ausnahmegenehmigung zum Töten von Schläfern, die als Schädlinge aufgetreten sind, erhalten, dann müssen Sie das Tierschutzgesetz, insbesondere § 4 (Töten von Wirbeltieren), beachten. Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung und unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden. Ein Wirbeltier darf nur töten, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt. Eine Person, die berufs- oder gewerbemäßig regelmäßig Wirbeltiere tötet, muss gegenüber der zuständigen Behörde einen Sachkundenachweis erbringen.

Fortbildungen & Zertifikate

 

 

 

 

 

 

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