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Steinmarder(martes foina)

Schonzeit vom 01.03. – 15. 10. (BW + BY)

Wenn vom Marder gesprochen wird, ist i.d.R. der bei uns am häufigsten vorkommende Steinmarder gemeint. Er wird auch Hausmarder, Dachmarder oder Automarder genannt.

Zum Erscheinungsbild/Erkennen.
Seine Anwesenheit ist deutlich durch laute Poltergeräusche zu hören, Tritt- und Kratzgeräusche, Fauchen und Schreien, sollte es zu Revierkämpfen kommen. Seine Hinterlassenschaften in Form von Kot und Urin sind deutlich.

Zum Lebensraum.
Der Steinmarder hat sich an die Nähe des Menschen gewöhnt, leider oft zum Missfallen der Hausbesitzer und Autofahrer. Denn die Tiere haben die menschlichen Behausungen in ihr Lebensumfeld aktiv einbezogen, bieten diese doch viele Annehmlichkeiten wie Schutz, Wärme und Nahrungsquellen. Oftmals werden Sie feststellen, daß der Marder nur zu bestimmten Zeiten im Jahr (z.B. auf ihrem Dachboden) anzutreffen ist. Dies liegt daran, daß der Marder mehrere Aufenthaltsorte hat. An dem einen Platz bringt er seinen Nachwuchs zur Welt und zieht ihn dort auf, an einem anderen Ort zieht er sich zum Fressen oder zum Schlafen zurück. Auch nach einer erfolgreichen Vertreibung oder einem erfolgreichen Fang des ansässigen Tieres ist immer wieder fest zu stellen, daß der Ort erneut von Mardern besiedelt wird. Zum einen ist dies auf neue Reviereroberungen zurückzuführen, zum anderen bietet der Ort ideale Lebensbedingungen und bleibt ein dauernder Anreiz. Den noch warmen Motor Ihres Autos, wenn sie es spät abends unter der Laterne parken, nutzt der Marder gerne als wohlig warmen Unterschlupf.

Fortpflanzung.
Die Paarung erfolgt im Sommer (Juni bis August), bedingt durch die Keimruhe bringen die Weibchen aber erst im Frühling (März oder April) den Nachwuchs zur Welt. So liegen zwischen Paarung und Geburt acht Monate, die eigentliche Tragzeit ist aber nur einen Monat lang. Die Wurfgröße beträgt im Normalfall drei bis vier, die Neugeborenen sind blind und nackt. Nach einem Monat öffnen sie die Augen, nach zwei Monaten werden sie entwöhnt, im Herbst werden sie selbständig. Die Geschlechtsreife tritt im Alter von 15 bis 27 Monaten ein. Die durchschnittliche Lebenserwartung in freier Wildbahn beträgt drei Jahre, das Höchstalter zehn Jahre. In menschlicher Obhut können sie deutlich älter werden, bis zu 18 Jahren.

Zum Schaden.
Die Schäden an Baumaterialien wie z.B. einer zerrissenen Dampfsperre unter den Dachziegeln und zerfetzter Dachisolierung können große Ausmaße annehmen. Auch hinterlässt der Marder beachtliche Mengen an Kot und Urin, die genauso wie Futterreste zu unangenehmen Verunreinigungen führen. Dies kann u.U. weiteres Ungeziefer (der Fachmann bezeichnet diese als „Sekundärschädlinge“) anziehen.
Bei zernagten Gummiteilen am Auto sind meist Kurzschlüsse die Folge. Oft leuchten die Warnhinweise am Armaturenbrett oder der Wagen springt nicht an bzw. zeigt während der Fahrt elektrische Probleme. Das der Marder bestimmte Gummiteile im Motor anbeißt, hängt mit Revierkämpfen zusammen. Parkt Ihr Auto an wechselnden Orten in verschiedenen Marderrevieren, versucht jeder Marder sein Revier – wozu auch Ihr Fahrzeug gehört - zu verteidigen. Seine Wut über die Konkurrenz lässt der Marder in Form von Zerstörung bestimmter Fahrzeugteile aus.

Zur Problemlösung.
Der Marder kann mit entsprechenden Fallen gefangen werden oder es kann versucht werden, ihn durch ungiftige Geruchsstoffe zu vertreiben. Diese Maßnahmen sind durchaus sinnvoll, eine dauerhafte Lösung des Problems ist es jedoch leider nicht. Das wichtigste ist, die Einschlupfmöglichkeiten zu finden und mardersicher zu verschließen.
Z.B. genügen dem Marder lose Dachziegel, die er aufdrücken kann oder Durchschlupfmöglichkeiten, die einen Spalt von ca. 5 cm oder einen Lochdurchmesser von 6 – 7 cm aufweisen. Es sollen auch dicht am Haus stehende Büsche und Bäume in Augenschein genommen werden, der Marder ist ein hervorragender Kletterer und kann enorm gut springen.

Rechtlicher Hinweis.
Der Marder gehört zum jagdbaren Wild. Ihm darf nur im Besitz eines Jagdscheins mit Tod-, Lebendfallen und Schußwaffe nachgestellt werden. Für Eigentümer und Nutzungsberechtigte von Grundflächen, auf denen die Jagd ruht, genügt ein Fallensachkundenachweis für eine im Rahmen des §3 Abs.4 LJG erlaubten Fangjagd. Ferner ist eine Genehmigung der zuständigen unteren Jagdbehörde notwendig. Der Fang ist nur mit zugelassenen und registrierten Fallen erlaubt. Zuwiderhandlungen sind mit Bußgeld belegt.

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