Wildtiere

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... sind keine Ratten!

Die Bezeichnung Bisamratte ist irreführend, denn zoologisch ist die Bisamratte keine Rattenart.
Der Bisam(Ondatra zibethicus) ist eine ursprünglich ausschließlich in Nordamerika beheimatete Nagetierart, die sich über fast ganz Europa und Asien ausgebreitet und als neue Art (Neozoon) etabliert hat. Der Bisam gehört zu den Wühlmäusen (Arvicolinae), deren größter lebender Vertreter er ist.
Quelle: wikipedia

Bisam sind grundsätzlich harmlose Tiere und leben im Bereich der Uferböschung unsere Wasserläufe. Es besteht kein Grund zur Panik und Angst!

Darf ich oder muss ich Bisam bekämpfen?

Die Anwort des Umweltministerium Baden-Württemberg am 29.09.2006:

Rechtsgrundlagen: Wasserrecht
Die Bekämpfung des Bisams und anderer Wühltiere, die durch ihre Wühltätigkeit die Standsicherheit von Dämmen und Uferbefestigungen usw. gefährden, obliegt nach den §§ 46 ff. Wassergesetz (WG) grundsätzlich dem Träger der Unterhaltungslast der Gewässer. Diese Regelung des WG in der Fassung vom 01.01.1999 ist somit, obwohl die Wühltiere nicht besonders genannt sind, auf Grund der allgemeinen Unterhaltungsverpflichtung die wasserrechtliche Grundlage zur Bekämpfung des Bisams.

Tierschutz - sowie Naturschutz - einschließlich Artenschutzrecht:
Nach § 13 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes in der Fassung vom 25. Mai 1998 (BGBl. I S.1105, ber. S. 1818) ist es verboten, zum Fangen, Fernhalten oder Verscheuchen von Wirbeltieren Vorrichtungen oder Stoffe anzuwenden, wenn damit die Gefahr vermeidbarer Schmerzen, Leiden oder Schäden für Wirbeltiere verbunden ist.
Nach § 12 Abs. 2 Bundesartenschutzverordnung i.d.F. der ersten Verordnung zur Änderung der Bundesartenschutzverordnung vom 21.12.1999 (BGBl. I. S. 2843) ist es gestattet, Bisame mit Fallen, ausgenommen Käfigfallen mit Klappenschleusen (Reusenfallen) zu bekämpfen, soweit dies zum Schutz gefährdeter Objekte, insbesondere zum Hochwasserabfluss oder zum Schutz gegen Hochwasser oder zur Abwehr von land- oder fischerei- oder sonstiger erheblicher gemeinwirtschaftlicher Schäden erforderlich ist. Die Fallen müssen so beschaffen sein und dürfen nur so verwendet werden, dass das unbeabsichtigte Fangen von sonstigen wild lebenden Tieren weitgehend ausgeschlossen ist. In Naturschutzgebieten ist eine Befreiung von den Vorschriften der jeweiligen Schutzgebietsverordnung erforderlich.

Weiteres Vorgehen und Hinweise:
Bei der Bekämpfung des Bisams ist deshalb Folgendes zu beachten bzw. wird in Abstimmung mit dem Ministerium Ländlicher Raum auf Folgendes hingewiesen:
Fanggeräte:
In Baden-Württemberg dürfen für den Bisamfang nur Fanggeräte folgender Bauart verwendet werden: Haargreiffalle (nach unten zuschlagend). Fangbügelgröße mind. 15 cm breit und 17 cm lang. Federkraft: Neue Fallen: gespannt mind. 10,0 kp=98,1 N, entspannt mind. 7,0 kp=68,7 N. Bei gebrauchten Fallen müssen die Federn erneuert werden, wenn folgende Werte unterschritten werden: gespannt 8,0 kp=78,5 N, entspannt 5,5 kp=54,0 N.
Vogelschutz - Köderfallen:
Der Auslösemechanismus soll so gestaltet sein, dass er nicht durch am Köder pickende Wasservögel ausgelöst werden kann. Fangbügelgröße: Der Abstand von der Köderbefestigung zum Fangbügel muss mindestens folgende Werte haben: seitlich 8,0 cm, nach vorn 11,0 cm.
Federkraft: Neue Fallen: gespannt mind. 7,0 kp=68,7 N, entspannt mind. 5,0 kp=49,1 N. Bei gebrauchten Fallen müssen die Federn erneuert werden, wenn folgende Werte unterschritten werden: gespannt: 6,5 kp=63,8 N, entspannt: 4,0 kp=39,2 N.
Aufgestellte Fanggeräte müssen täglich kontrolliert werden. An besonders gefährdeten Stellen (wie z.B. Uferbereiche mit häufigem Publikumsverkehr) dürfen Fanggeräte, insbesondere Köderfallen, nur über Nacht aufgestellt werden. Die Aufstellung der Bisamfanggeräte hat so zu erfolgen, dass eine Gefährdung von Menschen und Tieren nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen ist. Eine Kennzeichnung der Bisamfallen ist nicht vorgeschrieben.

Es wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass der Fang des Nutria im Jagdrecht geregelt ist und die entsprechenden Regelungen zu beachten sind.

Fortbildungen & Zertifikate

 

 

 

 

 

 

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